Mit dem Joystick gegen pathologisches Spielen:

Eine experi­men­telle klinische Studie an stationären Reha-Patienten zur Beurtei­lung der therapeutischen Wirksamkeit eines neurokognitiven Trai­nings

Forschungsarbeiten zur Bedeutung automatischer kognitiver Prozesse bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Alkoholabhängigkeit konnten zeigen, dass alkoholabhängige Patienten einer Reihe von kognitiven Verzerrungen unterliegen, z.B. alkoholbezogene Reize stärker beachten oder sich ihnen schneller annähern. In einer neueren Studienreihe konnte nun gezeigt werden, dass solche automatischen Handlungstendenzen „trainiert“ bzw. viel­mehr „abtrainiert“ werden können und dieses neurokognitive Training bei alkohol­abhängigen Patienten die Rückfallwahrscheinlichkeit nach Abschluss einer Standardtherapie signifikant verringerte.

Ziel des beantragten Projektes ist es, dieses Training auf den Bereich des pathologischen Glücksspiels zu übertragen und zu prüfen, ob

1) pathologische Glücksspieler/innen nachweisbare kognitive Verzerrungen haben,

2) diese automatischen Verzerrungen verändert werden können und

3) ein klinisch relevanter „add-on“-Effekt des Trainings gezeigt werden kann.

Beginn: April 2018

Förderung

Deutsche Rentenversicherung Nord