Durchklick mit Durchblick: Evaluation des BZgA-Peer-Projektes "Net-Piloten"

Die Jugendkampagne „Ins Netz gehen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) richtet sich vorrangig an junge Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft spielen der Computer und das Internet im Leben von Jugendlichen eine große Rolle. Gerade auch im Berufs- und Bildungsalltag ist es erforderlich, den Umgang damit möglichst gut zu beherrschen. Durch die Förderung eines kompetenten und eigenverantwortlichen Umgangs mit Computer und Internet, soll auch einem exzessiven Mediennutzungsverhalten vorgebeugt werden.

Im Rahmen einer begleitenden Evaluationsstudie wurden die folgenden Fragestellungen untersucht:

Förderung

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung


Evaluation einer ärztlichen Maßnahme zur STI-Aufklärung in Schulen

Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF) führt in Schulen ab der 8. Klassenstufe ärztliche Informationsstunden zur Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) durch.

In einer begleitenden Evaluationsstudie wurden folgende Fragestellungen untersucht:

Dazu wurden Online-Befragungen von Lehrkräften und Ärzten oder Ärztinnen der ÄGGF sowie eine Fragebogen-Erhebung bei Schülerinnen und Schülern durchgeführt.

Kooperationspartner

Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF)

Förderung

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)


STAD in Europa

STAD in Europa war ein dreijähriges Alkoholpräventionsprojekt, das ab Juni 2016 durch die Europäische Kommission im Rahmen des Dritten Gesundheitsprogramms gefördert wurde (Proposal number: 709661). Neben Deutschland beteiligten sich sechs weitere Staaten an dem Projekt: Niederlande, Tschechische Republik, Slowenien, Großbritannien, Spanien sowie Schweden, wobei die Federführung beim niederländischen Trimbos-Institut lag. Das IFT-Nord war der deutsche Partner in diesem Konsortium.

Übergeordnetes Ziel des Vorhabens war die Reduktion des Rauschtrinkens und seiner negativen Konsequenzen im Jugendalter durch die Verringerung der (freien) Alkoholverfügbarkeit in verschiedenen Settings, in denen Alkohol konsumiert werden kann. Im Einzelnen handelte es sich um folgende Settings des Nachtlebens:

Für alle Settings sollte aufbauend auf Vorerfahrungen mit dem in Schweden seit langem umgesetzten und positiv evaluierten Ansatz STAD („STockholm prevents Alcohol and Drug problems) eine Intervention entwickelt, pilotiert und evaluiert werden. In Deutschland lag der Schwerpunkt der Intervention auf der Reduzierung des "Vorglühens" zu Hause.

Förderung

Europäische Kommission, Bundesministerium für Gesundheit

Publikationen


Aufklärung E-/Shisha

Entwicklung und Erprobung eines Online-Tools zur Aufklärung Jugendlicher über die gesundheitlichen Risiken des Konsums von Shisha, E-Shisha und E-Zigaretten

In dieser niedrigschwelligen Kurzintervention wurden Jugendliche zu ihrem Wissen über die Risiken des Konsums von Wasserpfeifen (Shisha), E-Shishas und E-Zigaretten, ihre Einstellungen dazu und dem eigenen Verhalten befragt. Durch ein individuelles Feedback wurde für die Gefahren des E-/Shisha- und Tabakkonsums sensibilisiert bzw. eine Verhaltensänderung angeregt.

Förderung

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein


Studie zu Konsumverläufen von Cannabisnutzerinnen und -nutzern

Auswirkungen von Präventionsmaßnahmen und Ermittlungsverfahren

Folgende Fragestellungen sollten im Rahmen der Studie untersucht werden:

Design: Retrospektive Kohortenstudie

Förderung

Es handelte sich um eine Studie unter Finanzierung durch einen Verbund von 15 Bundesländern (Ausnahme: Bayern) unter Federführung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein.

Publikationen


Evaluationsstudie „bunt statt blau“

Überprüfung der Wirkung von „bunt statt blau“-Plakaten auf alkoholbezogene Einstellungen und subjektive Risikoeinschätzungen

Mit Hilfe der geplanten Untersuchung sollen folgende Haupt-Fragestellungen empirisch geprüft werden:

Förderung

DAK-Gesundheit

Publikationen


Prävention in der Ausbildung

Ziel des Projektes war die Untersuchung von Verbreitung, Inanspruchnahme und Einfluss von Präventions­- und Gesundheitsfördermaßnahmen in Berufsschulen und Berufsfachschulen. Das Vorhaben knüpfte an eine Befragung von 5.688 Auszubil­denden an, die im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit in den Jahren 2012 bis 2014 in insgesamt sieben Bundesländern durchgeführt wurde (Förderkennzeichen: IIA5-2512DSM208).

Durch weitere Analysen und eine Ergänzung der Datenbasis sollte einerseits ermittelt werden, wie groß der Anteil an Auszubildenden ist, die an einer Maßnahme teilgenommen haben, und ob sich bei diesen Auszubildenden etwas an ihrem Substanzkonsum verändert hat. Andererseits sollte erstmalig ein Überblick erstellt werden, welche konkreten Maßnahmen in den einzelnen Befragungsregionen angeboten und umgesetzt werden.

Publikationen zu den Ursprungsstudien

Montag J, Hanewinkel R, Morgenstern M. Verbreitung und Korrelate des Substanzkonsums unter 5688 Auszubildenden an beruflichen Schulen. Gesundheitswesen 2015; 77: 411–17. [DOI](http://dx.doi.org/10.1055/s-0034-1382043)
Montag J, Morgenstern M, Hanewinkel R. Substanzkonsum und Ausbildungserfolg. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis 2015; 3: 44–8.
Morgenstern M, Montag J, Hanewinkel R. Konsum psychotroper Substanzen und Ausbildungszufriedenheit. Das Gesundheitswesen 2017; 79: 10–8. [DOI](http://dx.doi.org/10.1055/s-0035-1548778)

Förderung

Bundesministerium für Gesundheit, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Publikationen


Schwanger? Dein Kind trinkt mit! Alkohol? Kein Schluck – Kein Risiko!

Evaluation der Wirksamkeit und Akzeptanz einer Maßnahme zur Primärprävention des Fetalen Alkoholsyndroms (FASD) in Schulen

Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF) entwickelt unter dem Titel „Schwanger? Dein Kind trinkt mit! Alkohol? Kein Schluck – Kein Risiko!“ ein primär-präventives Angebot zum Thema Fetales Alkoholsyndrom (FASD). Diese Maßnahme wird durch Ärztinnen der ÄGGF bei Schülerinnen und Schülern ab dem Alter von 14 Jahren in Haupt-, Mittel-, Sekundar-, Gesamt- und Berufsschulen umgesetzt.

In einer begleitenden Evaluationsstudie sollen Akzeptanz und Effekte der Maßnahme auf Wissen, Einstellungen, Verhaltensintentionen und wahrgenommene Relevanz des Themas FASD untersucht werden. Dazu wird eine cluster-randomisierte Wartekontrollgruppenstudie mit zwei Messzeitpunkten und zwei Untersuchungsarmen realisiert. In der Interventionsgruppe (IG) wird die Intervention direkt nach der ersten Befragung umgesetzt, die zweite Erhebung erfolgt sechs Wochen später. In der Wartekontrollgruppe (KG) wird die Intervention erst nach der zweiten Erhebung umgesetzt. In beiden Gruppen werden jeweils direkt nach der Intervention die Akzeptanz und Bewertung der Maßnahme erfasst.

Kooperationspartner:

Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF)

Eintrag der Studie in ein Studienregister

Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS00011296)

Förderung

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit gefördert.

Publikationen


Tabak- und Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen: Langzeiteffekte schulischer Suchtprävention

Für zwei schulische Präventionsprogramme, den Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ zur Prävention des Rauchens und die Informationskampagne „Aktion Glasklar“ zur Prävention des riskanten Alkoholkonsums, wurden in dieser Studie die langfristige Wirksamkeit untersucht. Bei beiden durchgeführten Maßnahmen handelt es sich um vergleichsweise niedrigschwellige Angebote, die ohne großen Aufwand im Schulalltag durchgeführt werden können.

Die Stichprobe stammte aus zwei cluster-randomisierten Studien. Im Jahr 2006 wurden 114 Schulen per Zufall zwei Bedingungen zugeordnet: In einer wurde eines der beiden Programme angeboten (Interventionsgruppe), in der anderen wurde in jenem Schuljahr keine der Maßnahmen durchgeführt (Kontrolle). Die Matchingrate zu den Baselinedaten lag bei insgesamt 21% (n=1.087).

Kooperationspartner

Institut für Recht der Wirtschaft, Universität Hamburg

Publikationen zu den Ursprungsstudien

Eintrag der Studie in ein Studienregister

Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS00007857)

Förderung

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderzeichen 01EL1406A gefördert.

Publikationen

Rauchfreie Ausbildung

„Ich (b)rauch das nicht! – Der Wettbewerb für einen rauchfreien Start ins Berufsleben“

„Ich (b)rauch das nicht!“ lehnt sich an das in der Schweiz seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführte Projekt „Rauchfreie Lehre“. Letzteres wurde an die Gegebenheiten in Deutschland angepasst und im Rahmen eines Modellprojekts im Ausbildungsjahr 2014/2015 in Kiel erprobt.

Aufgrund der positiven Erfahrungen und Ergebnisse der Pilotierung von „Ich (b)rauch das nicht!“ wurde die Maßnahme im Ausbildungsjahr 2015/2016 fortgeführt und neben Kiel auf die Städte Flensburg und Neumünster ausgeweitet.

Die Grundidee des Projekts ist, dass sich Auszubildende für ein Ausbildungsjahr zur Rauchfreiheit verpflichten. Erfolgreiche, d. h. über den Zeitraum rauchfrei gebliebene oder gewordene Teilnehmer haben die Chance, attraktive Preise zu gewinnen.

Zur Homepage des Nichtraucher-Wettbewerbs für Auszubildende: Ich (b)rauch das nicht!

Förderung

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, AOK NordWest


läuft.

Entwicklung, Implementation und Evaluation einer schulbasierten Intervention zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Jugendalter

Unter Einbeziehung der Ebenen (a) Schülerinnen und Schüler, (b) Klassen, (c) Schulen und (d) Eltern, verfolgte das Forschungsvorhaben folgende Ziele:

  1. Konzeption eines multimodalen Klassenwettbewerbs zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Alltag von Schülerinnen und Schülern der 8. Klassenstufe
  2. Erprobung und formative Evaluation der Intervention an einer Pilotschule
  3. Implementierung der Intervention an ca. 35 Klassen in Schleswig-Holstein
  4. Summative Evaluation im Rahmen einer cluster-randomisierten kontrollierten Studie mit Fragebogen-, sportmotorischen und medizinischen Daten zu drei Messzeitpunkten

Die Wettbewerbskomponente der Intervention honorierte die mittels Pedometer erfassten Schrittsummen auf Klassenebene sowie besonders kreative Ideen zur Umsetzung eines aktiven Lebensstils. Darüber hinaus umfasste die Intervention Unterrichtseinheiten zum Thema Bewegung im Alltag und der Bedeutung eines aktiven Lebensstils.

Kooperationspartner

Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaften Universität Hamburg (Prof. Dr. C. Krieger)
Institut für Sportwissenschaft Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Prof. Dr. B. Weisser)

Förderung

Stiftung Deutsche Krebshilfe

Publikationen


Effekte von Werbung auf Kinder und Jugendliche

Kohortenbefragung zum Einfluss von Tabak-, Alkohol- und Lebensmittelwerbungen auf die Bewertung und den Konsum der beworbenen Produkte

Im Rahmen dieser längsschnittlichen Studie wude über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht, wie häufig Kinder und Jugendliche mit Werbung in Kontakt kommen und welche Wirkungen davon ausgehen.

Folgende Fragestellungen wurden dabei näher untersucht:

  1. In welchem Ausmaß sind deutsche Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren mit Werbung konfrontiert?
  2. Welche Werbebotschaften werden aus Sicht der Jugendlichen vermittelt und über welche Kompetenz verfügen sie, die Botschaften im Hinblick auf ihre tatsächliche Zielsetzung hin zu interpretieren?
  3. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß an Exposition mit Werbung und dem Beginn des Konsums von Alkohol und Tabak?
  4. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Bekanntheit und Bewertung von Werbungen für bestimmte Lebensmittel und der Häufigkeit des Konsums dieser Lebensmittel?
  5. Beeinflusst das Ausmaß an Exposition mit Werbung die Bewertung der Produkte oder beeinflussen die (bereits bestehenden) Bewertungen der Produkte die Verarbeitung/Erinnerung der Werbung?

Förderung

DAK-Gesundheit

Publikationen


Repräsentativbefragung zum Glücksspielverhalten und problematischen Glücksspielen in Schleswig-Holstein

Es wurde untersucht, ob sich das Glücksspielverhalten der Bevölkerung Schleswig- Holsteins nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung des Glücksspiels anders entwickelt als in anderen Bundesländern, in denen der Glückspieländerungsstaatsvertrag zum Tragen kommt. Hierzu wurde eine repräsentative Stichprobe aus Schleswig-Holstein gezogen und mit einer analogen Stichprobe aus den anderen Bundesländern verglichen. Erhebungszeitpunkte waren Sommer 2012, Sommer 2013 und Sommer 2015.

Durchführung der Repräsentativbefragung: forsa GmbH

Förderung

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

Publikationen


Initiierung und Verlauf des Glücksspiels im jungen Erwachsenenalter

Dieses Projekt umfasste eine Beobachtungsstudie im Längsschnitt-Design mit zwei Messzeitpunkten (Kohortenstudie). Befragt wurden Schülerinnen und Schüler aus Beruflichen Schulen und Gymnasien Schleswig-Holsteins. Der erste Messzeitpunkt war im 1. Quartal 2014, der zweite im 1. Quartal 2015.

Das Projekt sollte Antworten auf die folgenden beiden Forschungsfragen ermöglichen:

  1. Welche personalen und Umweltfaktoren beeinflussen, d.h. fördern oder verringern, die Inzidenz und den Verlauf des Glücksspiels im jungen Erwachsenenalter?
  2. Gibt es Hinweise auf sich verändernde Einflussfaktoren in Schleswig-Holstein?

Aus den Befunden sollten Ansatzpunkte für gezielte Maßnahmen zur Prävention und (Früh)Intervention abgeleitet werden.

Förderung

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

Publikationen


Studie: SchmExperten

Evaluation eines Programms zur Ernährungsbildung in Schulen

Der aid infodienst e.V. hat unter den Titeln „SchmExperten“ und „SchmExperten in der Lernküche" Unterrichtsmaterialien zur Ernährungsbildung in den Schulklassen 5 bis 8 entwickelt. Zur Bekanntmachung des SchmExperten-Programms werden Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte angeboten. Durch Befragungen von Lehrkräften und Referentinnen sollten die Fortbildungen evaluiert werden und die Erfahrungen von Lehrkräften mit der Umsetzung von SchmExperten im Schulalltag gesammelt werden.

Förderung

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM

Publikationen


Alkohol und Drogen als Risikofaktoren für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss

Das Projekt untersuchte den Einfluss des Konsums von Alkohol und Drogen auf den Ausbildungserfolg. Umgesetzt wurde eine zweimalige Befragung von Berufsschülern und Berufsschülerinnen zu Beginn ihrer Ausbildung und nach 18 Monaten. Die Rekrutierung erfolgte bundesweit in beruflichen Schulen des dualen Systems und in Berufsfachschulen.

Neben dem Substanzkonsum wurden spezifische Merkmale der Person und der Ausbildung als Prädiktoren erfasst, um festzustellen, ob es sich beim Konsum von Alkohol und Drogen um einen unabhängigen Risikofaktor oder um eine vermittelnde Variable handelt. Der Ausbildungserfolg wurde vornehmlich über den Verbleib in der Ausbildung operationalisiert, es wurden aber auch weichere Kriterien des Ausbildungserfolgs wie Zufriedenheit, Leistungsniveau und Konflikthäufigkeit untersucht. Zur Ableitung von Präventionsansätzen sollten neben Risikofaktoren auch protektive Faktoren identifiziert werden.

Förderung

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit gefördert.

Publikationen