Tabak- und Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen: Langzeiteffekte schulischer Suchtprävention

Für zwei schulische Präventionsprogramme, den Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ zur Prävention des Rauchens und die Informationskampagne „Aktion Glasklar“ zur Prävention des riskanten Alkoholkonsums, wurden in dieser Studie die langfristige Wirksamkeit untersucht. Bei beiden durchgeführten Maßnahmen handelt es sich um vergleichsweise niedrigschwellige Angebote, die ohne großen Aufwand im Schulalltag durchgeführt werden können.

Die Stichprobe stammte aus zwei cluster-randomisierten Studien. Im Jahr 2006 wurden 114 Schulen per Zufall zwei Bedingungen zugeordnet: In einer wurde eines der beiden Programme angeboten (Interventionsgruppe), in der anderen wurde in jenem Schuljahr keine der Maßnahmen durchgeführt (Kontrolle). Die Matchingrate zu den Baselinedaten lag bei insgesamt 21% (n=1.087).

Kooperationspartner

Institut für Recht der Wirtschaft, Universität Hamburg

Publikationen zu den Ursprungsstudien

Eintrag der Studie in ein Studienregister

Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS00007857)

Förderung

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderzeichen 01EL1406A gefördert.


Rauchfreie Ausbildung

„Ich (b)rauch das nicht! – Der Wettbewerb für einen rauchfreien Start ins Berufsleben“

„Ich (b)rauch das nicht!“ lehnt sich an das in der Schweiz seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführte Projekt „Rauchfreie Lehre“. Letzteres wurde an die Gegebenheiten in Deutschland angepasst und im Rahmen eines Modellprojekts im Ausbildungsjahr 2014/2015 in Kiel erprobt.

Aufgrund der positiven Erfahrungen und Ergebnisse der Pilotierung von „Ich (b)rauch das nicht!“ wurde die Maßnahme im Ausbildungsjahr 2015/2016 fortgeführt und neben Kiel auf die Städte Flensburg und Neumünster ausgeweitet.

Die Grundidee des Projekts ist, dass sich Auszubildende für ein Ausbildungsjahr zur Rauchfreiheit verpflichten. Erfolgreiche, d. h. über den Zeitraum rauchfrei gebliebene oder gewordene Teilnehmer haben die Chance, attraktive Preise zu gewinnen.

Zur Homepage des Nichtraucher-Wettbewerbs für Auszubildende: Ich (b)rauch das nicht!

Förderung

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, AOK NordWest


läuft.

Entwicklung, Implementation und Evaluation einer schulbasierten Intervention zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Jugendalter

Unter Einbeziehung der Ebenen (a) Schülerinnen und Schüler, (b) Klassen, (c) Schulen und (d) Eltern, verfolgte das Forschungsvorhaben folgende Ziele:

  1. Konzeption eines multimodalen Klassenwettbewerbs zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Alltag von Schülerinnen und Schülern der 8. Klassenstufe
  2. Erprobung und formative Evaluation der Intervention an einer Pilotschule
  3. Implementierung der Intervention an ca. 35 Klassen in Schleswig-Holstein
  4. Summative Evaluation im Rahmen einer cluster-randomisierten kontrollierten Studie mit Fragebogen-, sportmotorischen und medizinischen Daten zu drei Messzeitpunkten

Die Wettbewerbskomponente der Intervention honorierte die mittels Pedometer erfassten Schrittsummen auf Klassenebene sowie besonders kreative Ideen zur Umsetzung eines aktiven Lebensstils. Darüber hinaus umfasste die Intervention Unterrichtseinheiten zum Thema Bewegung im Alltag und der Bedeutung eines aktiven Lebensstils.

Kooperationspartner

Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaften Universität Hamburg (Prof. Dr. C. Krieger)
Institut für Sportwissenschaft Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Prof. Dr. B. Weisser)

Förderung

Stiftung Deutsche Krebshilfe

Publikationen


Effekte von Werbung auf Kinder und Jugendliche

Kohortenbefragung zum Einfluss von Tabak-, Alkohol- und Lebensmittelwerbungen auf die Bewertung und den Konsum der beworbenen Produkte

Im Rahmen dieser längsschnittlichen Studie wude über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht, wie häufig Kinder und Jugendliche mit Werbung in Kontakt kommen und welche Wirkungen davon ausgehen.

Folgende Fragestellungen wurden dabei näher untersucht:

  1. In welchem Ausmaß sind deutsche Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren mit Werbung konfrontiert?
  2. Welche Werbebotschaften werden aus Sicht der Jugendlichen vermittelt und über welche Kompetenz verfügen sie, die Botschaften im Hinblick auf ihre tatsächliche Zielsetzung hin zu interpretieren?
  3. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß an Exposition mit Werbung und dem Beginn des Konsums von Alkohol und Tabak?
  4. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Bekanntheit und Bewertung von Werbungen für bestimmte Lebensmittel und der Häufigkeit des Konsums dieser Lebensmittel?
  5. Beeinflusst das Ausmaß an Exposition mit Werbung die Bewertung der Produkte oder beeinflussen die (bereits bestehenden) Bewertungen der Produkte die Verarbeitung/Erinnerung der Werbung?

Förderung

DAK-Gesundheit

Publikationen


Repräsentativbefragung zum Glücksspielverhalten und problematischen Glücksspielen in Schleswig-Holstein

Es wurde untersucht, ob sich das Glücksspielverhalten der Bevölkerung Schleswig- Holsteins nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung des Glücksspiels anders entwickelt als in anderen Bundesländern, in denen der Glückspieländerungsstaatsvertrag zum Tragen kommt. Hierzu wurde eine repräsentative Stichprobe aus Schleswig-Holstein gezogen und mit einer analogen Stichprobe aus den anderen Bundesländern verglichen. Erhebungszeitpunkte waren Sommer 2012, Sommer 2013 und Sommer 2015.

Durchführung der Repräsentativbefragung: forsa GmbH

Förderung

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

Publikationen


Initiierung und Verlauf des Glücksspiels im jungen Erwachsenenalter

Dieses Projekt umfasste eine Beobachtungsstudie im Längsschnitt-Design mit zwei Messzeitpunkten (Kohortenstudie). Befragt wurden Schülerinnen und Schüler aus Beruflichen Schulen und Gymnasien Schleswig-Holsteins. Der erste Messzeitpunkt war im 1. Quartal 2014, der zweite im 1. Quartal 2015.

Das Projekt sollte Antworten auf die folgenden beiden Forschungsfragen ermöglichen:

  1. Welche personalen und Umweltfaktoren beeinflussen, d.h. fördern oder verringern, die Inzidenz und den Verlauf des Glücksspiels im jungen Erwachsenenalter?
  2. Gibt es Hinweise auf sich verändernde Einflussfaktoren in Schleswig-Holstein?

Aus den Befunden sollten Ansatzpunkte für gezielte Maßnahmen zur Prävention und (Früh)Intervention abgeleitet werden.

Förderung

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

Publikationen


Studie: SchmExperten

Evaluation eines Programms zur Ernährungsbildung in Schulen

Der aid infodienst e.V. hat unter den Titeln „SchmExperten“ und „SchmExperten in der Lernküche" Unterrichtsmaterialien zur Ernährungsbildung in den Schulklassen 5 bis 8 entwickelt. Zur Bekanntmachung des SchmExperten-Programms werden Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte angeboten. Durch Befragungen von Lehrkräften und Referentinnen sollten die Fortbildungen evaluiert werden und die Erfahrungen von Lehrkräften mit der Umsetzung von SchmExperten im Schulalltag gesammelt werden.

Förderung

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM

Publikationen


Alkohol und Drogen als Risikofaktoren für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss

Das Projekt untersuchte den Einfluss des Konsums von Alkohol und Drogen auf den Ausbildungserfolg. Umgesetzt wurde eine zweimalige Befragung von Berufsschülern und Berufsschülerinnen zu Beginn ihrer Ausbildung und nach 18 Monaten. Die Rekrutierung erfolgte bundesweit in beruflichen Schulen des dualen Systems und in Berufsfachschulen.

Neben dem Substanzkonsum wurden spezifische Merkmale der Person und der Ausbildung als Prädiktoren erfasst, um festzustellen, ob es sich beim Konsum von Alkohol und Drogen um einen unabhängigen Risikofaktor oder um eine vermittelnde Variable handelt. Der Ausbildungserfolg wurde vornehmlich über den Verbleib in der Ausbildung operationalisiert, es wurden aber auch weichere Kriterien des Ausbildungserfolgs wie Zufriedenheit, Leistungsniveau und Konflikthäufigkeit untersucht. Zur Ableitung von Präventionsansätzen sollten neben Risikofaktoren auch protektive Faktoren identifiziert werden.

Förderung

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit gefördert.

Publikationen