Tabak- und Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen: Langzeiteffekte schulischer Suchtprävention

Schulische Präventionsprogramme sind ein häufig umgesetzter Ansatz, bei Kindern und Jugendlichen den Einstieg in den Alkoholkonsum und das Rauchen zu verhindern. Während einige dieser Programme hinsichtlich ihrer kurz- und mittelfristigen Wirksamkeit untersucht sind, ist sehr wenig darüber bekannt, ob derartige Maßnahmen auch langfristige Effekte haben.

Für zwei schulische Präventionsprogramme, den Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ zur Prävention des Rauchens und die Informationskampagne „Aktion Glasklar“ zur Prävention des riskanten Alkoholkonsums, soll in dieser Studie die langfristige Wirksamkeit untersucht werden.

Im Jahr 2006 wurden Jugendliche, die sich an einem der beiden Programme beteiligten, untersucht und mit Jugendlichen, die sich nicht an dem Programm beteiligten, verglichen. Insgesamt wurden in diese beiden Studien 6.038 Schüler/innen aus 289 Klassen von 114 öffentlichen Schulen eingeschlossen. Es zeigte sich, dass eine Programmteilnahme positive Effekte auf das Rauchen und den Alkoholkonsum hatte.

Die damals befragten Stichproben sollen nun, neun Jahre später, wieder kontaktiert und zu ihrem aktuellen Konsumverhalten befragt werden. Dies soll Aussagen dazu ermöglichen, ob die Teilnahme an einem schulischen Präventionsprogramm nachhaltig den Konsum von Alkohol und Zigaretten im frühen Erwachsenenalter beeinflusst.

Kooperationspartner

Institut für Recht der Wirtschaft, Universität Hamburg

Publikationen zu den Ursprungsstudien

  • Ursprungsstudie zu "Aktion Glasklar": Morgenstern M, Wiborg G, Isensee B, Hanewinkel R. School-based alcohol education: results of a cluster-randomized controlled trial. Addiction 2009; 104: 402–12. DOI
  • Ursprungsstudie zu "Be Smart – Don’t Start": Isensee B, Morgenstern M, Stoolmiller M, Maruska K, Sargent JD, Hanewinkel R. Effects of Smokefree Class Competition 1 year after the end of intervention: a cluster randomised controlled trial. Journal of Epidemiology and Community Health 2012; 66: 334–41. PDF

Eintrag der Studie in ein Studienregister

Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS00007857)

Beginn: 2014

Förderung

BMBF Logo


Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderzeichen 01EL1406A gefördert.